Sammlerstücke
Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner für seltene und ungewöhnliche Leica-Kameras, -Objektive und Zubehörteile. Wir befassen uns mit der Entwicklungsgeschichte des Leica-Systems seit 1984. Die nachfolgenden Beispiele behandeln nur eine sehr kleine Auswahl von Geräten, mit denen wir uns in der Vergangenheit bereits beschäftigt haben. Wir kaufen und verkaufen bedeutende Leica-Sammlerstücke, erstellen Wertgutachten, vermitteln fachkundige Reparaturen und Restaurierungen, verkaufen Ihr gehobenes Sammlerstück in Ihrem Auftrag oder vermitteln das Stück, das Sie suchen.

Leica M3 Prototyp. Vor der Markteinführung der Leica M3 im Jahre 1954 wurde eine Serie von etwa 65 Exemplaren des sogenannten Vormodells (Prototyp) gefertigt. Diese Kameras weichen von dem späteren Serienmodell in einigen Punkten ab, wie z.B. außenliegendes Bildzählwerk; Auslöseknopf, der sich verriegeln läßt; umgekehrte Drehrichtung der Filmrückwicklung; Knopf in der Rückwand, mit dem der Film markiert werden konnte; Gehäuseform, sowie Gestaltung der Bedienelemente; Gravuren.

Diese Kameras wurden vertraulich an Fotografen ausgegeben, um die Kamera beurteilen zu lassen. Nach der Testphase wurden die Kameras teilweise zerlegt und die mechanischen Teile auf Verschleiß etc. geprüft. Die demontierten Teile wurden anschließend verschrottet. Nur wenige Kameras entgingen diesem Schicksal und konnten von interessierten Mitarbeitern im Hause Leitz erworben werden.

Das M3 Vormodell ist eine der von Sammlern am meisten begehrte Leica-M-Kameras. Man schätzt, daß weltweit heute nur etwa noch 20 Exemplare dieser Kamera in Sammlungen oder in Privathand existieren.
Die abgebildete Kamera ist die Nummer 10 aus der fortlaufenden Serie von 001 bis 0065. Sie befindet sich in einem nahezu neuwertigen Originalzustand.

Leica IA Luxus. Die Leica IA war das erste kommerziell hergestellte Leica-Modell. Sie begründete im Jahre 1925 bei ihrer Markteinführung auf der Leipziger Frührjahrsmesse den Siegeszug der Kleinbildfotografie. Bis in die frühen 30er Jahre wurden insgesamt über 50.000 Exemplare der Leica IA hergestellt. Die Leica IA hatte normalerweise eine schwarz lackierte Oberfläche.

Für besonders betuchte Kunden wurde ab dem Jahr 1929 die Leica IA auch in einer vergoldeten Ausführung angeboten. Diese Kameras hatten einen Gehäusebezug aus farbigem Eidechsenleder. In dieser sogenannten Luxusausführung hatte die ohnehin schon für die damalige Zeit teure Leica fast den doppelten Preis. So wurden insgesamt nur 95 Exemplare der Leica IA Luxus hergestellt. Seitdem Leica Kameras weltweit gesammelt werden, haben diese vergoldeten Kameras eine große Faszination, was zum einen auf ihrer Seltenheit, zum anderen auch an der Vergoldung als solcher liegt. Seither sind eine Vielzahl von vergoldeten Leica-Kameras hergestellt worden - sei es Repliken und Fälschungen der original Luxus-Leica, wie auch vergoldete Leica-Kameras späterer Modelle. Die abgebildete Kamera ist eine echte Leica IA Luxus, bei der durch einen späteren Umbau im Werk (ebenfalls vergoldete!!) Trageriemenösen angebracht wurden.

Leica MD grau. Die Leica MD grau war eine Kamera ohne Sucher und Entfernungsmesser. Sie kam 1964 auf den Markt und war gedacht als Kamera für die Verwendung mit Spiegelreflexansatz oder in Verbindung mit Repro-Geräten, sowie die Mikrofotografie. Grundsätzlich wurde die MD in einer silbern verchromten Ausführung geliefert. Die ersten 10 Exemplare der Serie hatten jedoch eine hammerschlag-graue Lackierung, da man zunächst überlegt hatte, die Kamera vom Finish hier den mikroskopischen Geräten der Firma Leitz aus der damaligen Zeit anzupassen. Die Serie der grauen Leica MD reichte von Nr. 1102501 bis 1102510. Alle zehn Kameras wurden im Jahre 1964 an einen Händler in der Nähe von Chicago ausgeliefert und ganz regulär verkauft. Wegen ihrer einmaligen Lackierung und ihrer Seltenheit ist die graue MD eine äußerste Rarität.


Die abgebildete Kamera ist die siebte Kamera aus dieser Serie und befindet sich komplett mit allen Papieren im ungebrauchten Zustand in ihrer Originalverpackung.

Leica 72. Die Leica 72 (Code LKOOM) ist die einzige kommerziell gefertigte Leica-Fotokamera mit einem Aufnahmeformat von 18x24mm. Das Bildformat ist gegenüber der herkömmlichen Leica halbiert. Mit einem 36er-Kleinbildfilm können so 72 Aufnahmen im Halbformat gemacht werden. Die Leica 72 wurde in einer durchgehenden Serie von 150 Kameras bei Leitz in Midland (Canada) hergestellt. Außerdem wurde eine kleine Anzahl von Leica 72 in Wetzlar hergestellt. Die Verkaufsbücher der Firma Leitz aus der damaligen Zeit weisen 33 Exemplare der Leica 72 Wetzlar aus, die in den Jahren 1950 bis 1970 geliefert wurden.

Diese Halbformatkameras haben eine einmalige Faszination auf die Sammler in aller Welt, seitdem Leica-Kameras Sammlerstücke sind. Dies mag an ihrer Seltenheit zum einen liegen, zum anderen aber sicher daran, daß sie neben den Post- und Röntgenkameras die einzigen Leica-Modelle sind, die vom klassischen Kleinbildformat abweichen, was durch die Leica selbst begründet wurde. Die abgebildeten Kameras sind Leica 72-Kameras aus Wetzlarer Fertigung. Zwei unterschiedliche Varianten des Suchers wurden gefertigt. Die ersten Modelle hatte neine klappbare Suchermaske, während man später zu einer fest eingebauten Suchermaske überging.

Leica IIIf schwarz. Bevor die Leica M3 im Jahre 1954 den bis heute andauernden Siegeszug der Leica-M-Kameras einläutete, war die Leica IIIf das letzte und auch erfolgreichste Modell der Leica-Kameras mit Schraubgewinde. Insgesamt wurden über 184.000 Exemplare der Leica IIIf hergestellt. Die Leica IIIf war regulär in einer silbern verchromten Ausführung erhältlich. Lediglich 100 Exemplare wurden im Jahre 1956 im Auftrag des schwedischen Militärs in einer schwarz lackierten Ausführung geliefert. Die Aufzeichnungen des Herstellers weisen diese Kameras als "kältefest" aus. Für den Einsatz bei extrem niedrigen Temperaturen waren sie mit einer besonderen Kugellagerung ausgestattet. Die Gehäuse wurden jeweils mit einem ebenfalls schwarz lackierten Objektiv vom Typ Elmar 3,5/50mm ausgeliefert. Die schwarze Leica IIIf ist heute im Originalzustand eine äußerste Rarität. Nicht alle 100 Kameras haben den Militäreinsatz "überlebt". Kameras, die erhalten geblieben sind, haben zum Teil sehr starke Gebrauchsspuren. Restaurierte Kameras und (leider) auch Fälschungen sind daher seit vielen Jahren häufiger anzutreffen. Bei der abgebildeten Kamera handelt es sich um die 75. Kamera aus der Serie, die von Nr. 822901 bis 823000 ging. Sie befindet sich im unrestaurierten Originalzustand und weist vergleichsweise geringe Gebrauchsspuren auf.